Sie möchten selbständig hören. Doch mit welchen Werken beginnen?

Hier einige Empfehlungen:


Denjenigen, die ganz locker einsteigen möchten, sei die Rubrik „Melodie der Woche“ ans Herz gelegt. Gefällt Ihnen, was Sie hören, dann hören Sie einfach weiter – gern nebenher. Ich selbst bin ein Fan vieler Hörweisen, höre eigentlich ständig und ganz bestimmt nicht ständig konzentriert.

Ich höre, wie ich esse, also zu viel. Andere haben andere Fehler.

Machen Sie ruhig, was eh alle machen: konsumieren Sie. Hören Sie querbeet und lassen Sie sich nicht von Vorurteilen leiten, wie dem, dass ein Wagner zu laut klingt und zu unsympathisch war (die schönsten leisen Stellen stammen von Wagner, der natürlich unsympathisch war, aber das waren sie meistens alle), oder dass es sich bei den 104 Sinfonien von Haydn nur um Massenware handelt (Nein! Nein! Nein! Stattdessen um ein Kosmos an Möglichkeiten. Außerdem war Haydn wohl einer von den sympathischen Ausnahmen).

Jedes Werk der Woche beginnt mit zwei Klangbeispielen. Hören Sie rein und folgen dann Ihren Launen.

Wenn Sie allerdings konzentriert hören möchten:

Dann fangen Sie mit Programmmusik an – Musik, die eine Geschichte erzählt, wie etwa:

Vivaldi „Jahreszeiten“: „Frühling“;

Dvorak: Die Waldtaube

Tschaikowski: Romeo und Julia

Bei „Romeo und Julia“ stoßen Sie auf die „standardisierte Sonatenhauptsatzform“. Lesen Sie sich den entsprechenden Text durch, und versuchen Sie sich durch diese Form durchzuhören.

Beginnen Sie mit einzelnen Sätzen, etwa:

Prokofiew: Erste Sinfonie, erster Satz.

Beethoven: Vierte Sinfonie, erster und vierter Satz.

Tchaikowski: Dritte Sinfonie, erster Satz.

Tschaikowski: Erste Sinfonie, erster Satz.

Camille Saint-Saens: Klavierkonzert Nr. 5 erster Satz

Prokofiew: Flötensonate erster Satz

Tschaikowski: Fünfte Sinfonie, erster Satz (drei Themen)

Grieg: Klavierkonzert, erster Satz.

Mozart: Klaviersonate, erster Satz.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß und Erfolg!

Und:

Haben Sie Geduld mit sich!